Dieser Forderung kann ich sehr wenig abgewinnen.

Für Wien scheinen die Zahlen um die Doppelanmeldungen etc. "bereinigt" zu sein, für Gesamt-Österreich kann ich mir das kaum vorstellen. Aber das ist nicht entscheidend ... Unbestritten ist, dass der Drang zu Computerausbildung feststellbar und auch leicht verständlich ist. Als Schuldirektor und somit auch "Bildugnsplaner" ist EINE Methode, bei entsprechendem Bedarf einfach zwei neue Schulen "aufzustellen".
Aber es gibt auch noch andere, z. B.:
1. Man sucht sich sehr gute Lehrkräfte für die entsprechenden Fächer - also Frage 1: Gibt es die überhaupt für eine "Computerschule"? 2. Man versucht eine Schule auszubauen, anzupassen oder in der Qualität zu
verbessern: Ich spreche mich klar für den Wettbewerb der Schulen aus. Sind - wie von Ettl angedeutet - die privaten zu teuer, gibt es diverse Varianten:
a) sie müssen attraktiver werden und damit Zahlungswillige anlocken (Preis-Leistungsvergleich muss stimmen)
b) sie werden billiger (kann durch Außendruck entstehen oder durch - pfui! -
Zuschüsse) (Lehrkräfte s. o.)

Selbstverständlich gibt es noch sehr viele andere Varianten ... Dazu kommt noch, dass in wenigen Jahren (8 - 10) die SchülerInnenzahlen in dieser Altersgruppe abnehmen ... Also kreative Lösugnen - alles andere wäre kurzsichtig. Norbert Häfele
> -----Ursprüngliche Nachricht-----
> Von: Reinhart Sellner [SMTP:reinhart.sellner@blackbox.net]
> Gesendet am: Mittwoch, 4. Dezember 2002 17:01
> An: Lehrerforum
> Betreff: LF: zu wenig BMHS-Schulplätze
>
> AK bestätigt: Zu wenig Schulplätze
> Utl.: 1.000 Jugendliche in Wien von berufsbildenden Schulen abgewiesen
>
> Wien (AK) - In Wien wurden mindestens 1.000 Jugendliche von den ersten
> Klassen der berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS)
> abgewiesen. Jugendliche wollen eine gute Ausbildung mit Zukunft. Die
> Wirtschaft sucht Fachkräfte, also muss die Regie-rung dafür sorgen,
> dass es ausreichende Ausbildungsplätze gibt. Das verlangte die AK
> bereits im Juni. Jetzt wird das Defizit an Ausbildungsplätzen auch vom
> Bildungsministe-rium und dem Stadtschulrat zugegeben. Johanna Ettl,
> Leiterin des AK Bildungsbereichs, fordert für Wien zwei neue Schulen
> mit den Schwerpunkten Kommunikationstechnologi-en und kaufmännische
> Ausbildung. "Ausreichend öffentliche Schulplätze muss es vor allem als
> Alternative zu den Privatschulen, die Schulgeld verlangen, geben", so
> Ettl.
>
>
> Mit einer aktuellen Erhebung der Anmeldezahlen an den Wiener BMHS hat
> die Arbeiterkammer im Juni des Jahres darauf hingewiesen, dass in Wien
> ein Defizit an Ausbildungsplätzen in den berufs-bildenden Schulen
> besteht. Aktuell gab es damals für die 8000 Plätze an den ersten
> Klassen an die 12.000 Anmeldungen, auch bei Bereinigung um Doppel- und
> Mehrfachanmeldungen kam die AK zu dem Schluss, dass mindestens 1000
> Plätze fehlen werden. Den stärksten Andrang gab es an den Schulen für
> moderne Computerberufe, an denen bis zu sieben BewerberInnen auf einen
> Schulplatz gekommen sind.
>
>
> Aber auch bei einem Vergleich der Plätze an privaten und öffentlichen
> Schulen ist die Lage ange-spannt: Im Bereich der kaufmännischen
> Schulen werden die Plätze zur Hälfte von Privatschulen angeboten, an
> denen Schulgeld zu bezahlen ist: Bei der Erhebung der AK haben sich
> für die 1200 Plätze an den öffentlichen kaufmännischen Schulen über
> 2500 BewerberInnen angemeldet. Für die ca. 1400 Plätze an den privaten
> kaufmännischen Schulen nur rund 1200 Jugendliche.
>
>
> Wiederholt hat die AK im Herbst eine berufliche Zukunftsperspektive
> für die Jugendlichen in Öster-reich und damit auch mehr Plätze an den
> berufsbildenden Schulen gefordert: Denn die Situation ist nicht nur in
> Wien ziemlich aussichtslos für die Jugendlichen, sondern in ganz
> Österreich: 6.000 Jugendliche haben für das Schuljahr 2002/03 keinen
> Platz an einer berufsbildenden mittleren oder höheren Schule bekommen.
> Da der Bund nicht genügend Ausbildungsplätze bereitstellt, errichten
> manche Bundesländer berufsbildende Schulen als Privatschulen.
> Allerdings kann die Schulgeld-freiheit nicht immer gewährleistet
> werden. Johanna Ettl fordert daher diese 6.000 zusätzlichen Plätze für
> ganz Österreich
>
>
> << Datei: ATT00002.htm >>
--
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