1. Nachtrag: Ich korrigiere, nicht im Standard sondern im Profil /17 unter "Beruhigende Worte" stand: Die Gereiztheit in den Reihen der ÖVP sei als "vorübergehendes Phänomen" zu betrachten, vorallem, wenn man nur oft genug darauf hinweise, dass man die schwierige finanzielle Lage der Schuldenpolitik der Sozialisten verdanke! (Alois Mock)


>Bedenklich nur, dass (der stattlich pensionierte) Streissler der
wirtschaftspolitische Chefideologe von Bundeskanzlers Schüssel ist.>

2. Richtig - Und genau solche Gestalten will Wirtschafts- und Arbeitsminister Bartenstein nicht belasten. So meint er man könne die 160.000 Pensionisten die über der ASVG-Höchstpensions liegen nicht belasten: Multiplizieren sie diese Anzahl mit (den von der SPÖ vorgeschlagenen 10% des vermuteten Überhangs und sie werden merken, dass es sich dabei nicht um Peanuts - handelt. ) Aber wie soll ein Pharmagroßindustrieller verstehen, dass ein zukünftiger normaler ASVG-Pensionist durch diesen beabsichtigten Pensionsdiebstahl nicht stärker belastet werden darf als Streissler &Co. Dass hat nichts mit Neidkomplexen zu tun, sondern mit Solidarität.
Beispiele: Kellnerin 35 Jahre, ein Kind minus 43%, Versicherungskaufmann 56,5 Jahre minus 21%, Bankangestellter 29 Jahre minus 33% (Details im Profil Nr. 19). mfg Herbert Till


----- Original Message -----
From: "Günter Wittek"
To: "Lehrerforum"
Sent: Sunday, May 04, 2003 7:06 PM
Subject: LF: Streissler als Chefideologe der ÖVP


>
>
> OTS0017 5 II 0252 AKD0001 CI 04.Mai 03
>
> Dirnberger: Streissler als Chefideologe bei der Wandlung
> der ÖVP zur neoliberalen Partei
>
> Wien (OTS) - "Der kalte Schauer kann einem über den Rücken laufen,
> wenn eiskalt dozierend Uni-Prof. Erich Streissler in Die Presse vom
> 3.5.2003 ein Pensionsantrittsalter von 80 Jahren fordert. Bei all
> seinen Ausführungen übersieht der - - Herr Professor aber, dass für
> Arbeit bis 80 auch Arbeit vorhanden sein muss", zeigt sich heute
> AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger
> (ÖAAB-FCG-Fraktion) erstaunt über diese wirtschafts- und lebensfremde
> Position. Woher diese Arbeit kommen soll, darüber turnt sich
> Streissler in seinem Kommentar kunstvoll hinweg, lässt aber alle ihr
> polemisch-zynisches Fett abbekommen, die nicht in sein neoliberales
> Weltbild der Entsolidarisierung* passen: Christlich-soziale
> Arbeitnehmervertreter, die Gewerkschaften, die Sozialdemokraten.
>
> Soweit so unbedeutend, wenn ein emeritierter Volkswirtschaftler
> seine zum Teil recht krausen Ideen Seitenweise in einem ansonsten sich
> gerne als Qualitätszeitung verkaufenden Medium publizieren darf.
> Bedenklich nur, dass Streissler der wirtschaftspolitische Chefideologe
> von Bundeskanzlers Schüssel ist. Da wird man gleich wieder daran
> erinnert, woher in der aktuellen Pensions- und Gesundheitsdebatte der
> Wind weht. Und da nützen auch nicht Beschwichtigungsversuche des
> ehemaligen Klubobmannes Andreas Khol, der die Wandlung der ÖVP von
> einer christlich-sozialen zu einer neoliberalen Partei, mit einer für
> ihn typischen flapsigen Bemerkung abtut und das als "Schärfung des
> Profils" bezeichnet (Kurier vom 3.5.2003).
>
> *Zitat "Der Staat und die Gesellschaft ist nicht zur Solidarität
> verpflichtet, nur der einzelne kann Solidarität üben", Prof. Erich
> Streissler bei einer Diskussion mit Heiner Geissler (CDU) im Haus der
> Industrie am 13.2.2002, nachzulesen in DIE PRESSE vom 16.2.2002.
>
> Rückfragehinweis:
> AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger
>
> OTS0017 2003-05-04/09:20
> 040920 Mai 03
>
>
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> betrieben. Um sich aus der Liste austragen zu lassen, senden Sie ein
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